Nutella auf Ex ist wieder da!


Da kommt etwas ganz langsam und vorsichtig um die Ecke geschlossen. Ein kurzer Blick… zuckt wieder zurück. Noch ein Versuch. Und da ist es! Aber was ist das? Klein, Locken, Brille… Ach, tatsächlich! Yasi ist wieder da!

Entschuldigt die Abwesenheit. Ich hatte einiges zu tun und war etwas unispiriert. Die letzte Woche meiner Semesterferien möchte ich aber nutzen, um euch über meine Serienlieben auf dem Laufenden zu halten.

Beginnen wir mit meiner großen Liebe. Das ist immer noch…

The Good Wife. Ja, ich habe euch diese Serie schon mal ans Herz gelegt und ich möchte es wieder tun. Es gab da einen gewissen Plottwist, der mir das Herz gebrochen hat und mich tatsächlich dazu gebracht hat, die Serie eine Zeit lang nicht mehr zu schauen… nur um innerhalb weniger Tage wieder auf den aktuellen Stand zu kommen und mich neu zu verlieben. Good Wife ist brilliant wie eh und je. Absolut empfehlenswert! (Weiter unten findet ihr 10 Gründe, warum ihr diese Serie schauen solltet.)

Outlander. Ich bin auf diese Serie durch einen Artikel (in der Huffington Post, glaube ich) gekommen, in dem es um realistische, emanzipierte und klischeefreie Darstellung von Sexszenen ging. Natürlich waren diese drei Wörter Musik in meinen Ohren. Also „realistisch, emanzipiert und klischeefrei“, nicht „Darstellung von Sexszenen“. (Obwohl das auch nicht schlecht klingt.) Als Beispiele hierfür dienten Masters Of Sex (dazu gleich mehr) und eben Outlander. Der Plot (Frau aus dem 20. Jahrhundert reist versehentlich in der Zeit ins 18. Jahrhundert) klang ganz interessant und die Darsteller erschienen mir auch sympathisch. So wurde „Outlander“ mein neuestes „Serienprojekt“, wenn man es denn so nennen will. Mehr zu der Serie in Kürze (wenn ich inspiriert bin, hust); weitere Ausführungen würden an der Stelle den Rahmen sprengen.

Shameless. Oh ja. Volltreffer. Ich weiß nicht warum, aber aus irgendeinem Grund gibt mir die Serie um die Familie eines Alkoholikers etwas, das mir bisher in dieser Form nur Skins geben konnte: Selbstzerstörische und depressive Charaktere, die eigentlich nur Mist bauen, aber einander lieben und den Zuschauer dazu bringen, sie zu lieben. Das klingt deprimierend? Ist es. Aber es lohnt sich. Und es macht auch ein bisschen süchtig.

Masters Of Sex. Die Serie spielt in den 50ern, was mich grundsätzlich erstmal skeptisch machte, weil ich mit Serien, die in einer anderen Zeit spielen, eigentlich nicht besonders viel anfangen kann. Hier überrascht aber vor allem die Emanzipiertheit der Serie in Person von Virginia Johnson: Neben ihr wirken die Männer wie, nun ja, Heulsusen. Das ist auch gleichzeitig eine Schwäche der Serie: Während man mit der weiblichen Hauptperson automatisch sympathisiert, entwickelt der Zuschauer zu ihrem männlichen Gegenpart, William Masters, eher zögerlich Sympathien. Bei mir geschah das erst in dem Moment, als er Virgina seine gesamten Selbstzweifel gestand – die meinen überraschend ähnlich sind. Und ja, um Sex geht es auch; die Darstellung hat meiner Meinung nach im Vergleich zu anderen Serien manchmal doch beinahe etwas revolutionäres. Empfehlung? Ja, doch. Aber eines sei gesagt: Masters Of Sex ist kein „Irgendwas mit Sex“-Guilty-Pleasure, sondern durchaus tiefgründig.

Penny Dreadful. Ich kann zu dieser Serie nur meinen ersten Eindruck beschreiben, und der war: „Ok, nette Bilder, aber was zur Hölle ist die Handlung?! ah, aber hey, wirklich schöne Bilder!“ – mehr kann ich leider nicht dazu sagen.

Downton Abbey. Ist auch nicht mehr das, was es mal war. Zu viele Hauptcharaktere sind gestorben, was an sich nicht schlimm wäre, wenn man diese mit ausreichend interessanten Charakteren ersetzt hätte. Leider kann ich mit den neu eingeführten Personen so gar nichts anfangen.

The Vampire Diaries. Was ich noch weiß: Irgendjemand ist gestorben und alle sahen heiß aus. Die Handlung ist in den letzten Staffeln mit den 500 Doppelgängern immer unübersichtlich geworden, so dass TVD im Moment mein einziges „Guilty Pleasure“ ist, das ich hauptsächlich wegen Darstellern, Musik und schönen Bildern schaue. Dann mal auf eine interessantere 6. Staffel!

Homeland. Nach den krassen Geschehnissen des Staffelfinals bin ich wirklich gespannt auf die 4. Staffel. Ich stimme dem Rest der Fans zu, dass die 3. Staffel qualitativ deutlich zu den beiden starken ersten Staffeln abfiel, hauptsächlich wegen der Storyline um Dana Brody. Das ist aber für mich kein Grund, Homeland nicht mehr zu verfolgen. Nur lasst bitte, bitte, Dana Brody aus dem Spiel.

Mich würden eure Meinungen zu den vorgestellten Serien wahnsinnig interessieren. Außerdem suche ich immer nach weiteren Serienempfehlungen. Auf meiner Liste stehen gerade Parks And Recreation und The Leftovers. Bei The Mindy Project konnte mich leider der Pilot nicht überzeugen. Also, ran an die Tastatur: Was denkt ihr?

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Was ihr tun könnt, damit ich Sachen blogge, die euch interessieren


Um was zu bloggen, brauche ich natürlich Inspiration und Ideen. Mir ist wichtig, was euch so interessiert, und wenn es nur eine Frage zu irgendeiner klitzekleinen Szene in einer Serie oder ein Satz ist, den irgendein Politiker oder Prominenter mal irgendwo fallen ließ. Ihr wollt einen Film, ein Buch, eine Band, eine Serie empfohlen haben? Fragt mich gerne.

Ich freue mich auch über Kommentare unter meinen Posts, wenn euch zum Beispiel ein Grund einfällt, den ich vergessen habe. Konstruktive Kritik nehme ich natürlich auch auf.

Also, egal, was euch auf dem Herzen liegt: Schreibt mir, denn was meine Leser denken, ist mir wichtig! Ich habe extra ein Gästebuch dafür, ihr findet es rechts neben neben „Startseite“ und „About“. Ich hoffe, das reicht als Lagebeschreibung.

10 Gründe, warum ihr „Homeland“ schauen solltet


Selten waren sich die Kritiker so einig: Homeland ist die derzeit „beste Serie der Welt“ (so offen spricht das allerdings nur Sat1 aus) oder wahlweise auch „beste US Serie“ (Süddeutsche). Für die FAZ ist Homeland zumindest die „außergewöhnlichste Serie, die das amerikanische Fernsehen derzeit zu bieten hat“. Überraschend deutliches Lob also, mit dem seriöse Zeitungen vermutlich vorsichtig umgehen. Und ach, wie gut es mir tut, diese Lob zu lesen, nachdem meine Lieblingsserie (höchstens übertroffen von dieser hier) so lange von der (deutschen) Öffentlichkeit ignoriert worden war. Ihr bekommt jetzt also  wie versprochen 10 Gründe, diese Serie zu schauen. Klarstellen möchte ich aber vorher, dass diese Gründe natürlich subjektiv sind und jeder andere haben mag. Außerdem setzte ich voraus, dass ihr zumindest grundsätzlich wisst, worum es geht und gebe deshalb eine inhatliche Zusammenfassung. Here we go:

1. Homeland traut dem Zuschauer was zu. Manchmal habe ich bei Serien das Gefühl, dass ich meine Zeit verschwende, indem ich mich einfach bedudeln lassen. Hier kann das nicht passieren: Homeland ist keine Serie, da man mal eben nebenbei guckt. Viel zu groß ist die Gefahr,  Wichtiges zu verpassen. So ist es auch schwer, der Handlung zu folgen, wenn man mal ein paar Folgen verpasst hat. Wer ist diese Person und auf welcher Seite steht sie? Gut, die zweite Frage ist selbst dann schwer zu beantworten, wenn man alles gesehen hat. Dafür entsteht dadurch aber auch fantastischer Diskussionsstoff.

2. Phänomenal gespielt. Die meisten Zuschauer wurden ja durch die (verdiente) Preisflut (z.B. Golden Globes für Claire Danes, Damian Lewis und Homeland als beste Dramaserie) auf Homeland aufmerksam. Ich war vor allem von Claire Danes überrascht, die prominente Kolleginnen wie Julianna Margulies (The Good Wife) ausstach. Zuletzt gesehen hatte ich sie in „William Shakespeares Romeo und Julia“ und da war sie, naja: ganz anders. Aber wie sie psychisch labile CIA-Agentin Carrie Mathison spielt, verstört und fasziniert zugleich. Vor allem in intensiven Verhörszenen zeigen sie und Kollege Damian Lewis hohe Schauspielkunst. Erwähnen muss ich aber auch Morena Baccarin (The Good Wife, The Mentalist) als Brodys Ehefrau. Auch schmerzhafte Szenen (siehe Punkt 3) meistert sie souverän. Das gilt auch für Mandy Patinkin (Criminal Minds), der Carries Mentor Saul spielt. Eigentlich könnte man hier den gesamten Cast aufzählen, aber das sei euch an dieser Stelle erspart. Wen es interessiert, der kann hier alles nachlesen.

3. Homeland schaut hin, wenn es weh tut. Als Beispiel dafür möchte ich die Annäherungsversuche Brodys und seiner Frau Jessica im Bett nennen, in denen die fundamentale Veränderungen in  ihrer Beziehung schmerzhaft deutlich werden. Der Zuschauer kann nicht hinsehen, aber auch nicht wegsehen. Carrie, die das Geschehen (natürlich unerlaubterweise) überwacht, geht es genauso.

4. Nichts ist sicher. Homeland ist nicht nur intelligent, sondern auch feinste Paranoia. Gut und Böse? Eindeutige Charaktere? Fehlanzeige. Carrie mag zwar Gutes im Sinn haben, handelt aber nach dem Motto „Der Zweck heiligt die Mittel“. Sie ist unberechenbar, irrational und verzweifelt. Nicholas Brody? Wem seine Loyalität gilt, ist auch nach zwei Staffeln noch nicht klar. Das lässt sich eigentliche über alle handelnden Personen sagen: Traue niemandem. (Nicht einmal dir selbst, Carrie!) Grundsätzlich schlagen die Terroristen (bzw. die Autoren) gerade dann zu, wenn man es nicht erwartet.

5. Es gibt keine Helden. Typisch für das amerikanische Fernsehen ist das nicht gerade. Homeland zeigt, wie Kriegsheld Brody gefeiert wird und blickt dabei auch hinter die Fassade: Das Trauma, die kaputte Familie, das zerstörte Vertrauen. Es gibt auch bei der CIA und in der gesamten Serie niemanden, der als Held durchgehen könnte. Selbst US-Präsident Obama liebt die Serie, obwohl das Bild, das sie von seinem Land zeichnet, nicht gerade positiv ist.

6. Gekonnt inszeniert. Jeder noch so kleine Schwanker der Kamera, jede noch so kleine Geste hat etwas zu bedeuten. Homeland verblüfft immer wieder. Zum Beispiel mit dieser  wilden Sexszene, nach der Carrie herausfindet, dass sie dabei von ihrem eigenen Arbeitgeber überwacht wurde. Oder die Szene, in der Brody bemerkt, dass Carrie viel mehr über ihn weiß, als sie sollte („How do you know what tea I drink?“). Oder… ich könnte hier noch viele Szenen aufzählen, ihr merkt schon.

7. Carrie, Brody und what the fuck. Um es Mal in der Sprache der genannten Personen zu sagen: Was auch immer die beiden miteinander treiben, es ist schon ziemlich das abgefuckteste, was man im Fernsehen so zu sehen bekommt. Die Natur ihrer Beziehung bleibt natürlich, abgesehen davon, dass sie eindeutig sexuell dominiert ist, verwirrend und unklar. Die ZEIT hob die Folge „The Weekend“ (Staffel 1, Folge 7) als „Meisterwerk“ heraus und als ich nachschaute, stellte ich fest, dass hier von meiner Lieblingsfolge (vielleicht abgesehen vom Staffelfinale der 2. Staffel) die Rede war. Warum? Oh, schaut die Folge einfach an. Eigentlich könnte Homeland einfach Carrie und Brody einander gegenübersetzen und sie Katz und Maus spielen lassen und der Zuschauer wäre allein dadurch gefesselt. Jetzt habe ich ziemlich viel über Carrie und Brody geredet, aber das „what the fuck“ noch nicht begründet. Es bezieht sich auf das bereits genannte Finale der zweiten Staffel, insbesondere auf Carries Handeln, über das ich jedoch nicht zu viel verraten will.

8. Keine Angst vor komplexen und gefährlichen Themen. Politik? Terrorismus? Religion? Krieg? Es gibt wohl kaum Themen, bei denen man mehr in Gefahr gerät, sie zu stark zu vereinfachen, einseitig zu beleuchten oder haufenweise Menschen auf die Füße zu treten. Homeland wirft sich intelligent und ohne vor irgendwas zurückzuschrecken einfach mitten in die großen Themen hinein und löst damit natürlich Diskussionen aus, jedoch nicht wegen fehlerhafter Darstellung, sondern eher wegen erschreckender Authentizität.

9. Das meisterhafte Intro. Unter diesem Link findet ihr das Intro ausschnittsweise mit Erklärungen, was sich die Macher dabei gedacht haben. Genau wie die Serie ist es originell, spannend und ausgeprochen gut durchdacht.

10. Sprechen die guten Kritiken und Auszeichnung nicht für sich? Ich finde schon. Da Homeland nicht nur eine der meistgelobten, sondern auch eine meistdiskutierten Serien ist, lohnt es sich, sie zu schauen, allein schon, um mitreden zu können. Ihr bekommt Stoff zum Nachdenken, Reden und neue Perspektiven geboten.

WO GUCKEN? Immer eine gute Frage bei Serien, die sich besonders im Original empfehlen. Wer auf Deutsch guckt, kann sich jeden Sonntag um 23.15 Uhr vor den Fernseher setzen und Sat1 einschalten (oder sogar vorher noch für The Mentalist und Hawaii Five-O). Ansonsten gibt es noch die DVD und ein Besuch auf der Homepage lohnt sich ebenfalls.

Mein Heidelberg


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Alt-Heidelberg, du feine,
du Stadt an Ehren reich,
am Neckar und am Rheine,
kein’ and’re kommt dir gleich.

Wie oft habe ich schon beim Singen des Badnerlieds auf KSC-Spielen meine Begleitung gefragt: „Wie kommt es, dass die Heidelberger eine ganze Strophe für sich haben und wir nur einen Vers?“

Tatsächlich ist Heidelberg die einzige Stadt, die eine ganze Strophe für sich beanspruchen darf. Rastatt, Freiburg, Mannheim, unser schönes Karlsruhe? Nö. Warum das so ist, weiß ich immer noch nicht, aber falls jemand von euch eine Idee hat, könnt ihr mir gerne in Form eines Kommentars bescheid sagen. Jedenfalls habe ich in London die Erfahrung gemacht, dass kein Mensch Karlsruhe kennt. Die Beschreibung „In der Nähe von Heidelberg und Stuttgart, da am Rhein an der Grenze zu Frankreich“ hatte aber immer Erfolg, egal, ob ich mit Koreanern, Schweden oder Brasilianern redete.

Ich erzählte auch, dass ich an der Uni Heidelberg studieren will und das brachte mir oft anerkennde Blicke ein.

Nun soll es in diesem Artikel auch nicht wirklich um die Stadt Heidelberg gehen, weil andere diese viel besser kennen als ich. Ich möchte darüber schreiben, was Heidelberg bedeutet. Während ich meine Heimatstadt Karlsruhe liebe (vielleicht schreibe ich darüber auch mal einen Blogeintrag), ist mir in den letzten Jahren immer mehr klar geworden, dass meine Zukunft, zumindest die nähere, in Heidelberg liegt.

Aber lasst mich ganz von vorne beginnen: Meine frühesten Erinnerung an Heidelberg stammen aus meiner Kindheit, denn meine Vater, der die Stadt zu schätzen weiß, da er dort studiert hat, brachte uns oft nach Heidelberg. Wir genossen meist die wunderschöne Aussicht vom Philosophenweg auf den Neckar und die in Sonne badende Stadt und schlenderten über die Alte Brücke und durch die Altstadtgassen.

Die Idee, in Heidelberg zu studieren, hatte ich wohl schon, bevor ich aufs Gymnasium kam. Allerdings war es eben nur so eine abstrakte, vollkommen unrealistische Idee. Ich schrieb „Juristin“ schon als Berufswunsch in Freundebücher, bevor mir klar wurde, dass ich dieses Ziel erreichen könnte. „Jura in Heidelberg“ schien ein perfekter Plan zu sein, zu perfekt, um ihn wirklich auszuführen.

Aber was soll ich sagen? Manchmal gehen Kindheitsträume in Erfüllung. In der Oberstufe wurde mir klar, wie sehr ich es selbst in der Hand hatte. Viele Bekannte in meinem Alter träumten von einem Studium in Heidelberg; ich weiß nicht warum, aber wir Karlsruher scheinen diese Stadt zu lieben. Als ich 8 Zusagen von anderen Unis und eine Absage von Heidelberg bekam, wurde mir plötzlich klar, dass es für mich eben nur diese eine Stadt (und Uni) gab. Ich ging nach London und hatte dort die schönste Zeit meines Lebens. Dann kam ich zurück, bekam eine Zusage fürs Sommersemester, fand eine Wohnung und konnte es selbst kaum glauben.

Was ich an Heidelberg so liebe? Für Menschen, die mich kennen, muss es ziemlich erstaunlich sein, da ich eigentlich ein Großstadtmensch bin und beispielsweise Freiburg als „zu provinziell“ abstempelte (Entschuldigung, liebe Freiburger, eure Stadt ist schön, aber eben nichts für mich). Viele bemängeln die Tatsache, dass Heidelberg nicht wirklich eine Shoppingstadt ist. Natürlich ist das mit Mannheim und Karlsruhe in der Nähe nicht wirklich ein gravierendes Problem; für mich erst recht nicht, da ich Shoppen sowieso nicht besonders aus.

Für mich liegt der Zauber in den Altstadtgassen, die einen dazu einladen, sich gemütlich niederzulassen und einen Kaffee zu trinken. In den Studenten, die einem überall begegnen. In dem herrlichen Panorama, das sich einem vom Philosophenweg aus bietet. In der Sonne, die Heidelberg auf ganz besondere Weise erstrahlen lässt. Nicht zu vergessen der Neckar, an dessen Ufer man auch ein paar ruhige und sonnige Stunden verbringen kann. Aber vor allem: Wenn ich durch die Alstadtgassen laufe, kommen plötzlich wieder Erinnerungen hoch. Daran, wie ich die Stadt zum allerersten Mal sah. Wie ich unbeschwert durch die Gassen lief und mir ausmalte, wie es wäre, hier zu studieren.

Ich habe das Gefühl, hierhin zu gehören. Ich hatte 18 Jahre Zeit, dieses Gefühl in Karlsruhe zu entwickeln (und habe das auch getan) und einen Monat für London. Aber in Heidelberg war dieses Gefühl einfach immer da.

Natürlich werde ich darüber berichten, ob sich dieses Gefühl im Laufe der Zeit verändern wird und euch über meine Lieblingsplätze berichten.

Empfehlen kann ich euch abgesehen von der Altstadt auch den Heidelberger Zoo, wo ich einen Affen mit Fußfetisch kennen lernte. Der Zoo ist sehr gut erreichbar, nicht zu groß und nicht zu klein und das Personal ist kompetent und sehr freundlich. Meine Tierfavoriten waren übrigens Tiger und Erdmännchen.

heute-show: Päpstin


Dieses Video gehört unbedingt auf meinen Blog. Warum? Weil die katholische Kirche versucht hat, diesen Beitrag der heute-show zu zensieren und ich finde, dass man ihn gerade darum verbreiten muss. Mehr zu der Zensur hier: http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/zdf-heute-show-veraergert-katholische-kirche-a-885132.html

10 Gründe, um …. zu schauen


10 Gründe, warum ihr „The Good Wife“ schauen solltet


Wer mir auf Twitter folgt, weiß, dass „The Good Wife“, im Folgenden nur noch mit TGW abgekürzt, derzeit meine absolute Lieblingsserie ist. Ich versuche dauernd, meine Follower zu missionieren, da diese Serie eindeutig zu wenig Fans hat. Aber warum solltet ihr auf mich hören?

Hier mal 10 Gründe dafür:

1. Exzellenter Cast. Wie ihr oben auf dem Foto (alle Rechte: CBS) sehen könnt, ist TGW exzellent besetzt, bis in die kleinste Nebenrolle (dazu später mehr). Die Serie konnte mehrere Preise für ihr exzellentes Casting gewinnen (mehr dazu hier). Die Hauptdarstellerin Julianna Margulies (Emergency Room, The Sopranos) gewann 2010 den mehr als verdienten Golden Globe. Weitere Mitglieder des hochgradigen Casts sind Josh Charles (Der Club der toten Dichter, Law & Order: Special Victims Unit, In Treatment), Matt Czuchry (Gilmore Girls, Friday Night Lights), Archie Panjabi (Kick It Like Beckham, The Fall, Life On Mars), Christine Baranski (Law & Order, Cybill), Alan Cumming (The High Life, Web Therapy, The L World) und Chris Noth (SATC, Law & Order). Als Alicias Kinder mit dabei: Makenzie Vega und Graham Philips.

2. Interessanter Plot. Ich musste zugeben, mein erster Gedanke zu TGW war: Warum sollte ich mir eine Serie über die Frau eines Politikers, der sie betrogen hat, anschauen? Ich muss damals etwa 14 Jahre alt gewesen sein, also vielleicht auch nicht unbedingt in der Zielgruppe. Ich wurde durch die Reviews auf serienjunkies.de auf die Serie aufmerksam und kam nicht umhin, mich selbst von der Genialität der Serie zu überzeugen. TGW verknüpft gekonnt drei Plots miteinander:

  • Das Familienleben der Florricks, das durch den Skandal (Peter Florrick, Staatsanwalt von Cook County betrügt seine Frau Alicia mit einer Prostituierten) aus den Fugen gerät. TGW zeigt, wie die beiden Kinder auf unterschiedliche Weise damit umgehen. Die Beziehung Alicias zu ihrem Ehemann und ihren Kindern werden sehr schön gezeigt und regen zum Nachdenken an. Natürlich entwickeln sich diese Beziehungen im Laufe der Zeit weiter und verändern sich (vor allem die zwischen Alicia und Peter).
  • Peter Florricks politische Karriere liegt am Anfang natürlich auf Eis, da er anfangs nur aus dem Gefängnis agiert. Später entwickelt sich aber mit Peters Berater Eli Gold (sicherlich eine der wundervollsten Nebenpersonen, die eine Dramaserie je geschaffen hat) eine sehr interessante Geschichte daraus, die uns Einblicke in die amerikanische Politik, bzw. den Wahlkampf gewährt.
  • Alicias Karriere als Anwältin, die sie 13 Jahre nach ihrem Ausstieg (wegen Peters Karriere und der Geburt ihrer Kinder) wieder aufnimmt. TGW zeigt die Probleme, mit denen sie als Mutter und auch als Grund ihres Alters konfrontiert ist. Man stellt ihr hier Cary als jungen, männlichen Gegenspieler entgegen. Interessant sind auch ihre Beziehungen zu ihren Vorgesetzten Will (aber hallo!) und Diane (einer sehr sympathischen Demokratin) sowie der anfangs ziemlich mysteriösen Kalinda. Dieser Plot läuft nach dem Fall-der-Woche-Schema ab, ohne dabei jemals langweilig zu werden.

3. Man lernt sehr viel auf unterhaltsame Weise über das (Entschuldigung, beschissene!) Rechtssystem und Politik in Amerika. Beides wird im Allgemeinen recht differenziert dargestellt (Ausnahme: Die Folge „Death Row Tip“). Wer auf Englisch guckt (das sei euch an dieser Stelle wärmstens empfohlen), eignet sich auch ein hübsches Fachvokabular an.

4. Subtil sexy. Was an einer Serie um eine Ehefrau denn so erotisch sein soll? Alles, aber das ziemlich subtil. Obwohl es so gut wie gar keine nackte Haut zu sehen gibt, ist TGW für mich eine der heißesten Serien überhaupt. Am offensichtlichsten wird das noch in Person der bisexuellen Kalinda, aber wer mir nicht glaubt, kann sich gerne hier überzeugen.

5. Gespür für Charaktere und Humor. TGW erschafft wunderbare Charaktere, in die man sich mit jeder Folge ein kleines bisschen mehr verliebt. Selbst Personen wie Alicias Schwiegermutter Jackie, die ich unter normalen Umständen hassen würde (gut, sie ist keine meiner Lieblingspersonen) haben Szenen, bei denen man unwillkürlich schmunzeln muss. Fragt man mich nach meiner Lieblingsperson, wird man keine eindeutige Antwort erhalten. Zu groß ist die Auswahl an faszinierenden (z.B. Kalinda) und liebenswerten (z.B. Elsbeth Tascioni) Charakteren, die einem die Entscheidung schwer machen. TGW löst eine Menge Gefühle in mir aus, vor allem aber eine Welle der Zuneigung für fiktionale Personen.

6. Wunderbare (wiederkehrende) Gaststars. Da Will, Alicia, Cary und Diane es oft mit denselben Richtern, Gegenanwälten und ASAs (= Assistant State’s Attorney) zu tun haben, gibt es hier viel Potenzial für wiederkehrende Rollen, das meiner Meinung nach in keiner Serie besser genutzt wird als hier. Allen voran muss hier Carrie Preston als Elsbeth Tascioni genannt werden, die sich immer mehr zum Publikumsliebling gemaustert hat. Ich nenne hier noch ein paar persönliche Lieblinge: Lisa Edelstein (House), Matthew Perry (Friends), Jill Flint (Royal Pains), Michael J. Fox (Rescue Me, Boston Legal), Anna Camp (True Blood), Elizabeth Reaser (Grey’s Anatomy), America Ferrera (Ugly Betty) und T.R. Knight (Grey’s Anatomy). Das ist allerdings nur eine sehr kleine Auswahl, für mehr einfach hier klicken.

7. Weitgehend klischeefrei. TGW macht es sich nicht einfach, indem man sich auf Altbewährtes verlässt. Das gilt vor allem für weibliche Charaktere: Frauen werden in vielen Serien recht eindimensional dargestellt, die vielschichtigen und spleenigeren Rollen sind oft Männern vor behalten. Hier ist das ganz anders: Elsbeth Tascioni zum Beispiel kommt wunderbar freakig daher, Patti Nyholm herrlich durchtrieben. Aber auch die Männer sind interessant: Cary beispielsweise ist kein einfacher Harvard-Streber, sondern entwickelt sich zu einem Charakter, der über die Staffeln reift und den man einfach lieben muss. Und wer hätte gedacht, dass auch ein Ehebrecher (Peter Florrick) in einer amerikanischen Serie sympathisch sein kann?

8. „I’m an atheist.“ Dieser Satz bringt auf den Punkt, wie wunderbar unkonventionell TGW sein kann. Eine amerikanische Serie mit einer atheistischen Hauptperson? So weit ich mich erinnern kann, war dies das letzte mal bei „House“ der Fall und dort war es Teil der Eigenschaften, die ihn eben zu dem Freak machten, der die Serie trägt. Alicia Florrick jedoch ist eine ganz normale Frau, die keine große Sache aus ihren Ansichten macht – eigentlich fast schade, dass ich in einem Interview der Writer neulich las, sie selbst seien der Meinung, dass Alicia zu streng mit religiösen Menschen sei. Hier muss ich ihnen nämlich deutlich widersprechen: Alicias Versuche, ihre religiöse Tochter zu verstehen, sind mehr, als ich in ihrer Situation übers Herz brächte.

9. „Red Team, Blue Team“ (4×14). Wie jetzt, eine Episode soll ein Grund sein, sich diese Serie anzusehen? Oh ja, und was für eine Episode. Ich musste sie als separaten Punkt bringen, weil es meine Lieblingsfolge in der Geschichte aller Serienfolgen ist. Außerdem die einzige, die ich einfach direkt zwei Mal hintereinander angeschaut habe, weil sie schlicht und einfach brilliant ist. In der Folge zeigt sich die Harmonie von Elsbeth und Eli, zwei sehr eigenwilligen und einmaligen Personen. Der Kampf Alicia und Cary vs. Will und Diane ist zudem spannend, unterhaltsam und fördert einiges über die Beziehungen genannter Figuren zueinander zu Tage. Ihr solltet aber nicht mit dieser Episode anfangen, sondern bitte ganz von vorne gucken, dann werdet ihr für euer Durchhalten belohnt!

10. Die Mode. Ich bin wirklich kein Mensch, der sich besonders für Mode interessiert, aber selbst mir ist aufgefallen, wie gut die Anwälte von Lockhart & Gardner (sowie der Rest des Casts) angezogen sind. Auf der DVD der ersten Staffel findet sich auch ein sehr interessantes Extra darüber. Ansonsten lässt sich auf der Homepage von CBS auch nachlesen, was sich Stylist Daniel Lawson denn so gedacht hat und woher die guten Stücke kommen. Ich wünsche euch dann auch viel Spaß beim Recherchieren der Preise.

WO GUCKEN? Da ich mal davon ausgehe, dass meine Leser nicht das Glück haben, in dem USA zu wohnen, kann ich euch die DVDs wärmstens ans Herz legen, zu bekommen für etwa 20 – 35 €, je nach dem ob ihr UK Import oder die deutschen DVDs, getrennte Staffeln oder Gesamtversionen bevorzugt. Ich wurde durch das deutsche Fernsehen angefixt, aber dort läuft die Serie derzeit nicht mehr.